FLÄCHENKONVERSION EINES US-SCHIESSPLATZES
in Freigericht-Bernbach (Main-Kinzig-Kreis)


 
Zertifiziert nach
DQS Zertifiziert
DIN EN ISO 9001:2000
DIN EN ISO 14001

 

Der 20 ha große US-Schießplatz Bernbach wurde von 1999-2001 unter fachlicher Betreuung der BFU GmbH in den Gewerbepark Birkenhain umgewandelt. Auftraggeber waren die Gemeinden Freigericht und Linsengericht, die das Militärgelände vom Bundesvermögensamt übernommen hatten. Die investiven Kosten der von der BFU betreuten Bauleistungen addierten die sich auf die Endsumme von ca. 2.000.000,00 DM. Nach der jahrzehntelangen militärischen Vornutzung waren Belastungen der Liegenschaft durch Kampfmittel zu befürchten. Die Gebäude und Fahrbahnen standen zur Geländefreimachung an. Die Erschließungsmaßnahmen für Kanal- und Straßenbau sowie diverse Versorgungsträger erforderten eine sorgfältige, Kosten bewusste Lenkung der anfallenden Boden-aushubmassen und darüber hinaus eine Fülle von geo- und abfalltechnischen Qualitätsuntersuchungen für Wiedereinbau oder Entsorgung des Bodens.

– Erstellung einer historischen Nutzungsrecherche und Ausschreibung der Kampfmittelsuche in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst Hessen mit anschließender Koordinierung der Kampfmittelortung und

– entmunitionierung der Liegenschaft mittels systematischer geomagnetischer Oberflächensondierung sowie Bergung und Aussiebung der Übungsmunition.

– Betreuung der geotechnischen Baugrunduntersuchungen mit Machbarkeitsstudie zur dezentralen Niederschlagswasserversickerung, Baugrundbeurteilung für Regenwasserbecken, Kanal- und Straßenbau sowie Verdichtungsüberprüfung von Einbauböden.

– Fachplanung und Örtliche Bauleitung der Abbruchmaßnahmen mit Abriss- und Entsorgungskonzept, Grundlagenermittlung, Genehmigungsplanung und öffentlicher Ausschreibung nach VOB zur Entfernung von 5.000 m2 Panzerstraßen und 60.000 m2 Vegetation, Abriss aller Baulichkeiten (Baracken, Geschossfänge, Prallwände aus Stahlbetonskelett mit Holzverschalung, Wachtürme, Panzerkino, Simulationsgefechtsfeld) und Abtrag der Lärmschutzwälle bei enger Verzahnung von Abriss, Erdbau und Kampfmittelsuche.

– Altlastenmanagement mit Historischer Recherche, Aufbereitung vorhandener Gutachten, Bausubstanzuntersuchungen im Gebäudebestand, Sanierungsuntersuchungen mit 200 Schwermetallanalysen, Integrativem DV-gestützten Datenmanagement, Sanierungs- und Entsorgungsplanung, Abschlussbericht, Fachstudie über Uranmunition, Begleitung des baubehördlichen Genehmigungsverfahrens und Durchführung der Öffentlichen Ausschreibung sowie Gestellung der fachgutachtlichen Begleitung zu folgendem Sanierungsablauf:

  • 50 cm tiefe Auskofferung von 16.000 m2 schwermetallbelasteten Schießbahnen
  • Bildung von 32 Haufwerken zur LAGA-Untersuchung
  • Entsorgung von LAGA-Z-2-Böden zur Rekultivierung eines Kalksteinbruches
  • Entsorgung von LAGA-Z-3 und -Z-4-Aushub auf der Hausmülldeponie Hailer
  • Wiederverfüllung der Aushubflächen mit Einbauböden
  • Sanierungserfolgskontrolle der Aushubflächen mit Schwermetallanalysen
  • Abfalltechnische Einstufung von ca. 30.000 t kontaminiertem Bodenaushub
  • Bodenmanagement für ca. 65.000 m3 Böden der LAGA-Klassen Z 0 bis Z 4 mit Genehmigungsplanung, öffentlicher Ausschreibung, örtlicher Bauleitung sowie Geologischer Feldkartierung zur Erstellung thematischen Karten über anthropogene und geogene Schwermetallverteilungen.
 

 

   
 
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