Projektbeschreibung
Die Deponie Nidderau-Windecken wurde in den 60er Jahren
in einer Hangrinne angelegt und bis 1988 auf einer Ablagerungsfläche
von 77.000 m_ mit Hausmüll, Erdaushub und Bauschutt
verfüllt. Die Deponie grenzt an eine Wohnbebauung
und wird heute (2005) vor allem als Wildrückzugsgebiet
genutzt. Höherwertige Folgenutzungen sind derzeit
nicht vorgesehen. Der Standort liegt über Lössen,
Teriärsedimenten und Gesteinen des Rotliegenden,
die Deponiebasis über der Grundwasseroberfläche.
Nach den Ergebnissen einer Gefährdungsabschätzung
besteht Sanierungs- oder Sicherungsbedarf, der sich
nach Auffassung des St. Umweltamtes Hanau auf die gesamte
Deponiefläche erstreckt und durch ein konventionelles
Oberflächenabdichtungssystem nach TA Siedlungsabfall,
Deponieklasse I gelöst werden soll. Grobe Schätzungen
ergaben Sanierungskosten von rd. 3-5 Mio €, die
vom Land Hessen kofinanziert werden sollen.
Projektziele
Die Unternehmen BFU GmbH und ISK Hanau haben sich zu
einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die im
Auftrag der Stadt Nidderau die Sanierungsvorplanung ü bernommen
hat mit dem Ziel, ein alternatives und kostengünstigeres
Oberflächenabdichtungssystem zu konzipieren. Das
vorgeschaltete Programm aus mehrstufigen Sanierungsuntersuchungen
soll die Gefährdungsabschätzung konkretisieren,
die Deponiegassituation hinsichtlich der nahe gelegenen
Wohnbebauung darstellen und das Gefährdungspotential
für das Grundwasser näher beleuchten, darüber
hinaus will man Deponiemächtigkeiten genauer feststellen
und die Hausmüll- und Erdaushub/Bauschuttablagerungen
gegeneinander abgrenzen.
Ingenieurleistungen
- Aufstellung eines Sanierungs- und Sicherungskonzeptes
für die Deponieabdeckung mit präziser Sachstands-
und Standortanalyse, Untersuchungsprogramm und Kostenschätzung
(2003).
- Sanierungsuntersuchungen Stufe I mit Bodengas- und
Deponatuntersuchungen, Untersuchungskonzept und -antrag
bei der Fachbehörde, beschränkter Ausschreibung, ö rtlicher
Bauleitung, Probenahme und Untersuchungsbericht (2004).
- Sanierungsunterschungen Stufe II mit weiteren Deponat-
und Bodengas- untersuchungen, Erkundung der hydrogeologischen
Standortsituation mit Sickerwasser- und Grudnwasseruntersuchungen,
Untersuchungskonzept, Kostenschätzung und Beschränkter
Ausschreibung für Schürfe, Rammkernsondierungen,
Bohrungen, Grundwasser- und Sickerwassermessstellen,
Arbeitsschutzkonzept, Mitwirkung an der Vergabe und örtlicher
Bauleitung mit Sicherheitskoordinator nach BGR 128
(2005).
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