SANIERUNG DER COLEMAN KASERNE, GELNHAUSEN

 
Zertifiziert nach
DQS Zertifiziert
DIN EN ISO 9001:2000
DIN EN ISO 14001

 

Nach Abzug der US-Armee zum 31. Januar 1992 ging die Liegenschaft in die Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland (OFD Frankfurt Main) über. 1996 wurde das Gelände von der Stadt Gelnhausen erworben. Im Rahmen von Erkundungs- und Sanierungsmaßnahmen wurden umfangreiche altlastentechnische Untersuchungen, insbesondere Boden-, Bodenluft- und Grundwasserbeprobungen durchgeführt.

Die auf dem Gelände der Coleman Kaserne gelegene, stillgelegte Tankstelle wurde vom 3. August bis 22. Dezember 1999 vollständig zurückgebaut und der kontaminierte Untergrund des Tankstellengeländes unter fachgutachtlicher Begleitung der BFU GmbH in mehreren Bauabschnitten durch Bodenaushub bis in die grundwassergesättigte Zone saniert. Die sich anschließende Grundwassersanierung wurde ab dem 22. Februar 2000 bis zum Sommer 2001, das Monitoring bis August 2003 durchgeführt. Die Altlastenfreistellung beim Staatlichen Umweltamt Frankfurt wird derzeit veranlasst.

Die orientierenden Untersuchungen auf dem gesamten Kasernengelände wurden von der BFU GmbH 1995 und 1997 durchgeführt. Die Vorab-Untersuchungen hatten für das Tankstellengelände einen Sanierungsbedarf für tankstellenspezifische Schadstoffe ergeben, der sowohl die gesättigte wie auch die ungesättigte Bodenzone umfasste.

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen durch Bodenaustausch waren Bodenschichten bis max. 10 m Tiefe abzutragen. Dies erforderte als Grubenwandsicherung ein Trägerbohlwandsystem mit Rückverankerung. Außerdem wurde eine Wasserhaltung während der gesamten Sanierungszeit erforderlich.

Da die Belastungen durch den Bodenaustausch – wie bereits im Sanierungskonzept berücksichtigt – nicht vollständig erfasst werden konnten, wurde nach Abschluss des Bodenaustausches eine Grundwassersanierung durchgeführt.

Bei der gutachterlichen Begleitung übernahm die BFU GmbH folgende Aufgaben:

  • Altlastentechnische Fachplanung und Fachbauleitung
  • Sanierungskonzeption, Gutachtenerstellung
  • Sicherheitskoordination im kontaminierten Bereich nach ZH 1/183
  • Betriebsanweisung nach § 20 Gefahrstoffverordnung
  • Arbeitsschutzmaßnahmen inkl. Schwarz-Weiß Bereich, Immissionsschutz
  • Grundwassersanierungsplanung und Grundwassermonitoring
  • Genehmigungsplanung und örtliche Überwachung der Bohrarbeiten
  • Abfalltechnische Klassifizierung und Steuerung der Bodenströme

Sanierungsdurchführung

  • Abschnittsweise und bis 10 m tiefe Auskofferung des Tankstellengeländes mit Baugrubensicherung durch ein Trägerbohlwandsystem mit Rückverankerung
  • Abtransport von rund 17.000 t ölverunreinigten Bodens mit Off-Site-Entsorgung in zwei verschiedenen Bodenreinigungsanlagen
  • Sicherstellung des Arbeitsschutzes durch Ausweisung temporärer Schutzzonen, Durchführung arbeitsplatzbezogener Messungen zur Überwachung der Atemluft, blasende Grubenbewetterung und Persönliche Schutzausrüstung
  • Geschlossene Bauwasserhaltung im oberflächennahen Grundwasserleiter mit Unterstützung durch eine offene Wasserhaltung. 17.200 m3 Wasser (durchschnittliche Leistung 218 m3/Tag) wurden mit einer Reinigungsanlage aus dreistufigem Schlammfang, Flüssigkeitsabscheider, zweistufigem Aktivkohlefilter in den Herzbach abgeleitet.
 
   
 
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